Bochumer Wärmewende
Kompetenz: Großstadt mit Lebensgefühl
Projektleitung: Wolfgang Otto
Organisation: Stadt Bochum
Bereich: Stabsstelle Klima und Nachhaltigkeit beim Dezernenten für Bauen, Umwelt, Mobilität und Nachhaltigkeit
E-Mail: WOtto@bochum.de

Großstadt mit Lebensgefühl
Projektbeschreibung
Um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen, ist es wichtig, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. Dabei spielt die Wärmeproduktion und -versorgung eine entschiedene Rolle, da diese 40 % aller Treibhausgasemissionen deutschlandweit zuzurechnen sind. In Bochum liegt dieser Anteil sogar bei 44 %.
Die Wärmewende beschreibt dabei den Prozess, bei dem die bisher fossile Wärmeversorgung von Gebäuden auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung mit erneuerbaren Energien und Abwärme umgestellt werden soll. Mit knapp 200.000 Wohnungen in ca. 60.000 Wohngebäuden, die zu fast zwei Dritteln älter als 50 Jahre sind, verfügt Bochum über einen Wohnungsbestand, der auf großes Veränderungspotential hindeutet.
Im Bochum Strategie-Projekt "Bochumer Wärmewende" gestalten und planen die Stadt Bochum, die Stadtwerke Bochum und die Wohnungsunternehmen die notwendigen Veränderungsprozesse.
Nach dem ersten Wärmegipfel im März 2023 auf Leitungsebene der beteiligten Organisationen, gründete sich ein regelmäßig tagender Lenkungskreis auf Managementebene und die Projektdurchführung von der Unit Wärmewende – eine Arbeitseinheit mit Mitarbeitenden der beteiligten Organisationen – wurde ins Leben gerufen.
Der Start der Arbeit der "Unit Wärmewende" am 1. Juni 2023 markiert den Projektbeginn der „Bochumer Wärmewende“. Die Projektaufgaben gehen über den konstanten Austausch über alle geplanten und bereits begonnenen Maßnahmen der Beteiligten hinaus. Impulsprojekte der Wärmeversorgung in Quartieren der bestandshaltenden Wohnungsunternehmen sollen für weitere Projekte andere Eigentümerinnen und Eigentümer animieren. Zudem werden gezielt weitere Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer angesprochen und in die geplanten Aktivitäten einbezogen, so dass eine klimaschonende Wärmeversorgung in deren Quartieren eintritt.
Die mittlerweile gesetzliche Pflichtaufgabe der Kommunalen Wärmeplanung soll gemeinsam bearbeitet werden. Die "Unit Wärmewende" hat den Dienstleister ifok GmbH beauftragt und die ersten vorgegebenen Arbeitsschritte – Eignungsprüfung, Bestandsanalyse sowie Potentialanalyse – begonnen. Die Beteiligung der politischen Gremien, der Öffentlichkeit und die Einbindung fachlicher Akteure beginnt im Frühjahr 2025.
In den weiteren Arbeitsschritten entwickelt die Arbeitsgruppe Zielszenarien zur Entwicklung des Wärmebedarfs und teilt die Stadt in Versorgungsgebiete ein. Handlungsstrategien und Maßnahmen sollen zeigen, wie die Wärmeversorgung klimafreundlich gestaltet werden kann. Im letzten Schritt wird der Wärmeplan erstellt, der bis Ende Juni 2026 beschlossen sein muss und gleichzeitig auch das Ende des Projektes „Bochumer Wärmewende“ einleitet.